Sexuelle Gewalt

Sexuelle Gewalt ist in der Schweiz verboten. Aber: Sexuelle Gewalt kommt vor. Sie kann alle Personen treffen. Wenn dir so etwas passiert ist, musst du wissen, dass es nicht deine Schuld ist – egal wie du dich verhalten hast!

Niemand darf dir das antun – unter keinen Umständen!

Online Beratung

Das solltest du in jedem Fall tun:

  • Sprich mit einer Person, der du vertraust.
  • Melden Sie sich bei einer Beratungsstelle der Opferhilfe oder bei uns. Die Beratungsstelle in Thun ist Vista.
  • Die Fachpersonen der Beratungsstelle hören dir zu und helfen dir weiter. Du bekommst Informationen zu diesen Themen: Was sind meine Rechte?Wo bekomme ich psychologische Hilfe? Was sind die Vorteile und Nachteile einer Anzeige bei der Polizei?

Ist der Übergriff erst kürzlich passiert?

  • Gehe zu einer Ärztepraxis, ins Spital oder in die Frauenklinik, auch wenn du nicht körperlich verletzt bist. Am besten innerhalb von 48 Stunden.  Du kannst eine eine Vertrauensperson mitnehmen.
  • Du bekommst Medikamente, Behandlungen und erste psychologische Hilfe.
  • Lass, wenn möglich Spuren sichern.
  • Zum Beispiel Sperma in der Scheide nach einer Vergewaltigung. Das ist wichtig, falls du später eine Anzeige machen willst oder wenn die Polizei den Fall selber bearbeitet.

 

Häusliche Gewalt 

Was wird unter häuslicher Gewalt verstanden?

«Wir sprechen von häuslicher Gewalt, wenn Personen innerhalb einer bestehenden oder aufgelösten familiären, ehelichen oder eheähnlichen Beziehung physische, psychische oder sexuelle Gewalt ausüben oder androhen.»

Formen von häuslicher Gewalt

Die Gewalt findet oft über einen längeren Zeitraum und wiederholt statt. Es kann

sich um verschiedene Formen von psychischer, körperlicher, sexueller und ökonomischer Gewalt handeln. Nach Gewalthandlungen kann es zu Versöhnungsphasen kommen, in denen die gewaltausübende Person verspricht, sich zu verändern und dass alles wieder besser werde. Meistens geht die Gewalt aber

weiter und oft nimmt sie in ihrem Ausmass und der Heftigkeit zu. Da der Zusammenhang und die Dynamik den Betroffenen nicht bewusst sind, kommt es immer wieder und oft in kürzeren Abständen zu Gewalthandlungen. Zu dieser Dynamik erklären wir ihnen gerne in einer persönlichen Beratung die Gewaltspirale, die diesen Kreislauf anhand von Phasen erläutert.

Es wird auch von häuslicher Gewalt gesprochen, wenn sich Eltern gegenüber ihren Kindern, welche noch im gemeinsamen Haushalt leben, gewalttätig verhalten. Auch wenn Minderjährige gegenüber ihren Eltern Gewalt androhen oder ausüben.

Folgen von häuslicher Gewalt

Da häusliche Gewalt meistens über einen längeren Zeitraum stattfindet, haben die bedrohlichen Erfahrungen häufig Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Betroffenen. Auch das Miterleben von häuslicher Gewalt der Eltern, ist für Kinder und Jugendliche belastend.

 

Beratungsstellen für Gewaltausübende

Üben Sie selbst Gewalt aus und suchen einen Ausweg aus diesem Verhalten? Kantonale Beratungsangebote und Lernprogramme gegen Gewalt unterstützen Sie dabei.

Beim Fachverband Gewaltberatung Schweiz finden Sie eine Zusammenstellung aller Fachstellen in den Kantonen.

Bei Gewaltausübung in Zusammenhang mit dem Konsum von Substanzen und Alkohol bietet der Fachverband Sucht eine Übersicht der Beratungs- und Therapieangebote.

 

Du darfst dich jederzeit gerne an uns wenden!

 

 

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